Vermittlungsangebote

Liebe Erwachsene, die mit Kindern und Jugendlichen ins Theater gehen!

Wir laden Sie und Ihre Kitagruppe, Klasse oder Ihren Kurs herzlich zu den vielfältigen Angeboten ein, die den Theaterbesuch bei uns ergänzen: vom stückbegleitenden Workshop bis hin zur mehrjährigen Schulkooperation. Wir begreifen Theater als außerschulischen Lernort. Entdecken Sie mit Ihren Kindern und Jugendlichen, wie man tiefer eintauchen kann und wie viel Spaß es macht, sich über den Vorstellungsbesuch hinaus künstlerisch, spielerisch und inhaltlich mit den Themen unseres Spielplans und unserer Zeit auseinanderzusetzen.

Laden Sie uns auch gerne in Ihre Schule oder in die Teamsitzung Ihrer Kita ein, damit wir Ihnen unsere Angebote persönlich vorstellen können.

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Team der Theaterpädagogik

Für Gruppen, Klassen und Kurse

Diese Angebote können kostenlos zum Theaterbesuch von Kitas, Schulen und Gruppen angefragt werden und finden entweder im Theater oder in Ihrer Einrichtung statt. Anfragen an: tp(at)tdjw.de

Workshops sind das Angebot, einen Theaterbesuch spielerisch vor- oder nachzubereiten. Im Fokus stehen dabei das eigene Tun und Experimentieren.

Publikumsgespräche bieten die Gelegenheit, Fragen zu stellen, Eindrücke zu teilen, Kritik zu üben, Lob auszusprechen und direkt mit den Theaterschaffenden ins Gespräch zu kommen.

Einführungen vermitteln einen Vorgeschmack auf den Theaterbesuch, schärfen die Wahrnehmung für die Besonderheiten der Inszenierung und stimmen auf das Stück ein.

Premieren-Labore begleiten eine Inszenierung vom ersten Probentag bis zur Premiere. Dabei werden die Gruppen selbst künstlerisch aktiv und entwickeln eine Ausstellung, die im Foyer des Theaters präsentiert wird.

Wir kommen zu euch ins Klassenzimmer und lesen, was ihr wollt. Ob ein Buch aus dem Lehrplan oder von eurer Wunschliste – ihr entscheidet und das TDJW-Ensemble liest. Anfragen zu Vorlesewünschen unter: kontakt(at)tdjw.de

Für Erwachsene, die mit jungen Menschen arbeiten

Vor jeder Premiere öffnen wir unsere Türen für einen ganz besonderen Probenbesuch. Nach einer kurzen Einführung im Foyer nehmen Sie an der Hauptprobe teil. Sie können das Stück auf diese Weise einige Tage vor der Premiere erleben. Im Anschluss gibt es die Gelegenheit, sich mit dem künstlerischen Team auszutauschen.

Anmeldung unter: tp(at)tdjw.de

Im Laufe der Spielzeit bieten wir Fortbildungen für Fachpersonal aus den Bereichen Schule und Kita an. Gerne können Sie diese aber auch individuell für Ihre Seminargruppe oder Ihr Kollegium bei uns anfragen.

Anfragen an: t.hackel(at)tdjw.de

Wenn Sie keine Neuigkeiten und Angebote des TDJW mehr verpassen wollen, empfehlen wir Ihnen den Newsletter.

Anmeldung unter: t.hackel(at)tdjw.de

Digitales Archiv Sounds of Resistance

Das digitale Archiv SOUNDS OF RESISTANCE bietet ortsbasiert Informationen zu den Leipziger Meuten und Duisburger Edelweißpiraten. Zusätzlich gibt es interaktive „Situationen“ mit Audio und Chat für eine spielerische Auseinandersetzung mit Jugendkultur und Jugendopposition im Nationalsozialismus. Auch weiterführende Literatur und Hinweise sind ein Bestandteil.

Erweitere das Archiv mit Informationen aus deiner Stadt!

Oppositionelle Jugendgruppen gab es im Deutschland des Nationalsozialismus in beinahe allen Städten. Im Projekt SOUNDS OF RESISTANCE haben wir Informationen aus Leipzig und Duisburg gesammelt. Das digitale Archiv ist erweiterbar:

Vielleicht hast du ja Lust, selbst zu recherchieren, alleine, mit deinen Freund:innen, deiner Schulklasse oder einer anderen Gruppe? Wenn du unser Archiv erweitern möchtest, kannst du dich per Mail an Ronja Kindler (Theaterpädagogin) wenden: r.kindler(at)tdjw.de

Das digitale Archiv ist im Rahmen des Projekts SOUNDS OF RESISTANCE entstanden. In diesem Projekt haben ein Jahr lang verschiedene Gruppen junger Menschen und professionelle Künstler:innen unter der Leitung von Schorsch Kamerun am TDJW in Leipzig und in Zusammenarbeit mit der Deutschen Oper am Rhein an der Geschichte der jungen Opposition gegen das NS-Regime gearbeitet. Dabei haben sie sich mit der Frage beschäftigt, was Jugendkultur und Widerstand damals und heute miteinander zu tun haben. Aus dieser Auseinandersetzung sind zwei Inszenierungen entstanden, ein Gedenkort auf dem Lindenauer Markt sowie das Digitale Archiv.

MEUTEN RE:MEMBER /
Schulklassen betreuen den Gedenkort der Leipziger Meuten 

Auf Initiative des Jugendparlaments der Stadt gibt es seit April 2025 den ersten festen Gedenkort auf dem Lindenauer Markt für die Leipziger Meuten. Der Gedenkort besteht aus drei großen Steinen, die in der Umgebung Leipzigs abgebaut wurden und in die eine LED-Laufschrift auf drei Laufbändern eingefasst ist. Die Steinbrüche rund um Leipzig waren ehemalige Ausflugsorte der Meuten, um sich der staatlichen Kontrolle zu entziehen. Die veränderbare LED-Laufschrift soll hier die Möglichkeit bieten, dass neben historischen Zitaten und Verweisen auf die Geschichte der Meuten auch stetig neuer Content von jungen Menschen eingespeist werden kann. Die Laufschrift trägt die Geschichten und Botschaften der Leipziger Meuten in die Gegenwart und ist gleichzeitig ein Sprachrohr für die aktuelle Jugend.

Mit dem Programm MEUTEN RE:MEMBER wird es pro Schuljahr einer Klasse ermöglicht, die Auseinandersetzung mit den Leipziger Meuten praktisch, alltagsbezogen und kreativ umzusetzen. Anhand des Gedenkorts, dem Digitalen Archiv und durch die Begleitung des Theaters der Jungen Welt, erhält die Klasse die Möglichkeit zu einer vielseitigen und lebendigen Bearbeitung des Themas.

Ablauf: Das Programm startet mit einem gemeinsamen Besuch des Gedenkorts, um die Funktion der Laufbänder zu erforschen. Anschließend führt ein Workshop zu den Leipziger Meuten ein, welcher sowohl inhaltlich als auch praktisch ausgerichtet ist. Die Klasse kann sich im Laufe des Schuljahres überlegen, in welcher Art und Weise sie die Laufbänder im Bezug zum Thema bespielen möchte. Sie haben dabei Zugang zum Digitalen Archiv. Das Theater der Jungen Welt begleitet den Prozess und kann Kontakte zu Schlüsselpersonen herstellen. Zum Ende des Schuljahres besucht die Klasse den Gedenkort erneut und überspielt ihre Ergebnisse auf die Laufbänder. Die Ergebnisse können außerdem auf dem Digitalen Archiv festgehalten werden, sodass dort eine Sammlung von Ansätzen zur Auseinandersetzung mit jugendlichen Widerstandgruppen entsteht.

Anfragen an: r.kindler(at)tdjw.de

Rahmenlehrpläne