Digital: Challenge Accepted: Ich bin 16 plus

Team

Regie: Jana Zöll
Dramaturgie: Anna Weyrosta

Besetzung

Jana Zöll

Die Fragen ‚Wer bin ich?‘, ‚Worüber definiere ich mich?‘ und ‚Was macht mich aus?‘ sind zentral für die Ausbildung von Identität. Identität ist oft die Summe dessen, wie wir sind oder sein wollen und dem wie wir gesehen werden und gesehen werden wollen. Zuschreibungen wie Geschlecht, Behinderung, Herkunft oder Sexualität sind hierbei oft Kategorien, auf die wir zurückgreifen, wenn wir andere Menschen oder uns selbst beschreiben wollen.
Doch was bedeuten diese Zuschreibungen in Bezug auf Identität? Anhand welcher Merkmale werden sie gefällt? Und fallen manche mehr ins Gewicht als andere? Welche Perspektive ist letzten Endes entscheidend bei der Frage nach Identität - die Fremd- oder die Eigenperspektive?

Im Rahmen der Spielzeitreihe „Challenge Accepted“ beschäftigt sich Jana Zöll in der Zoom-Performance „ich bin“ performativ mit den Themen Körper, Identität und Selbst- und Fremdzuschreibungen. Immer vor der Fragestellung, inwiefern das Einordnen in Kategorien dem Wunsch nach einer offenen Gesellschaft eigentlich widerspricht.

„Ich bin“ ist der Auftakt der Spielzeitreihe „Challenge Accepted“. Jede Spielzeit kann sich ein neuer externer Künstler oder Künstlerin in vier Aufführungen unserem Publikum stellen. Welche Ideen in den vier Aufführungen jeweils auf die Bühne kommen, bestimmt der Gast. Was wir davon haben? Neue künstlerische Einflüsse und Außenperspektiven. Was ihr davon habt? Vier spannende Aufführungen und ein TDJW, wie ihr es vermutlich noch nicht gesehen habt. Diese Spielzeit wagt sich Jana Zöll in die Höhle der jungen Theaterlöwen. Die Leipziger Performerin, Schauspielerin, Tänzerin, Autorin und Inklusionsberaterin nimmt die Herausforderung an und begleitet künstlerisch unsere Spielzeit 20/21.

Die erste der vier Aufführungen, die Performance „Ich bin“ wird live über die interaktive Videokonferenzsoftware Zoom stattfinden.

Presse: „Kategorien, Einordnungen, Schubladen? Helfen kaum weiter, wenn es um Menschen geht. Und doch labeln wir alle, jeden Tag: unterscheiden zwischen Mann und Frau, groß und klein, hässlich und schön. Nach eigener Erfahrung, Prägung, Bauchgefühl. Und dann passiert es, dass wir zum Beispiel Menschen mit Behinderung entweder als unzulänglich entwerten oder als Helden mystifizieren. Weil sie im Rollstuhl sitzen. Weil ihr Körper nicht der Norm entspricht. Und weil sie "trotzdem" ihr Leben leben. (…) Zöll ist in "Ich bin" Performerin und Inklusionsexpertin zugleich. Das schlägt sich im leicht provozierenden, ironiescharfen Ton nieder, in all den Fragen, die einem um die Ohren pfeifen, am zeigenden Gestus. (…) Das Problem mit Normen ist ja, dass es keine weitergehenden Folgen hat, wenn man sie für ungültig erklärt, so wie Zöll es am Ende tut. Dazu braucht es ein neues Bewusstsein der Mehrheit. Die muss allerdings erst mal auf den Gedanken kommen, dass was faul ist am Status quo. Vielleicht braucht "Ich bin" deshalb diesen leicht didaktischen Ton: weil noch so wahnsinnig viel zu erklären ist.“ Nachtkritik 06. Februar 2021

„So gelingt eine klug gebaute Lecture-Performance: Das unbewusste Koordinatensystem zur Fremdeinschätzung ist längst durchgerüttelt, bis sich Zöll schrittweise zu erkennen gibt. Als Person – ja, als was für eine Person eigentlich? Person mit körperlichen Beeinträchtigungen? Begriffe lenken ab, machen blind für wesentliche Aspekte, greifen als „Identitätsmarker“. Das zeigt der Abend deutlich. (…) Sie hat es, so die gängige Wahrnehmung, „trotzdem“ geschafft, trotz Einschränkungen. „Ich will das „Trotzdem“ loswerden“, sagt Zöll. Wie das gelingen kann? Eine Antwort bietet sie nicht. Aber sie regt zum Mitdenken an. Und ihr unaufgeregter Ansatz passt gut in eine Zeit, in der Identitätsdebatten immer hitziger geführt werden. Leipziger Volkszeitung, 15. März 2021

  • Die Vorstellung findet als Videokonferenz auf Zoom statt: https://zoom.us/
  • Den Zoom-Link, ID, Passwort und weitere Hinweise zu den Einstellungen in Zoom gibt es nach dem Ticketkauf per Mail.
  • Wir beginnen pünktlich. Achtung: Kein Nacheinlass.
  • Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erfolgt die Zustimmung zu den Datenschutzbestimmungen von Zoom zu: Datenschutzbestimmung Zoom
  • Das Meeting ist 15 Minuten vorher geöffnet um sich mit Zoom vertraut zu machen.
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