Die Geiselnahme 1h 5 Min15 plus

Von Barrie Keeffe | Aus dem Englischen von Wolfgang W. Storch

Kurzinfo: Melting Point Schule – zwischen Lehrermangel, Motivationsproblemen und Empathieunfähigkeit droht das Bildungsversprechen für alle verloren zu gehen. Was sich ein ganzes Schülerleben angestaut hat, eskaliert am letzten Schultag.

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Letzter Schultag. Lehrmittelraum. Mittag. Ein Schulabgänger überrascht einen Lehrer und eine Lehrerin in einer verfänglichen Situation. Der Lehrer verliert die Beherrschung, schlägt und demütigt ihn. Der Schüler sieht rot und droht, sich und die anderen in die Luft zu sprengen: Ohne dass die Lehrer auch nur seinen Namen kennen, wurde ihm in seinem Abschlusszeugnis Unfähigkeit und Faulheit bescheinigt. Einzig seine soziale Herkunft scheint seinen schulischen und beruflichen Weg zu bestimmen. Die Situation eskaliert …

Bildungsverlierer? Bildungsgewinner? Klar, können wir alles werden, was wir wollen! Wirklich? Spielt soziale Herkunft eine Rolle, wenn es um Bildungsgerechtigkeit geht? Ist die Förderung wenig begabter Kinder eine Selbstverständlichkeit in unserem Land oder haben wir es mit einem bildungsdarwinistischen »Survival of the Fittest« zu tun? Eine Geiselnahme wird im Stück vom englischen Autor Barrie Keeffe zum Sinnbild für Überforderung, enttäuschte Hoffnung und emotionale Verarmung, die gesellschaftlicher Leistungsdruck in unseren Schulen bewirken kann.

"Gelungen auf die Spitze getrieben: Das Theater der Jungen Welt denkt mit "Die Geiselnahme" über den Alltag an den Schulen nach. (...) Die drei Geiseln fächern unterschiedliche Pädagogen-Typen auf. Und der Schüler und seine Zeit werden mit kurzen Video-Einspielungen aus der TdJW-Inszenierung "Die Eisbärin" kontrastiert. Eine erfolgreiche Youtuberin blickt auf die Ängste ihrer Schulzeit zurück. Alles klug gesetzte Facetten, die dazu beitragen, die Inszenierung nicht nur als temporeiche, psychologisch plausible Eskalation zu erleben, sondern danach über die Verfasstheit des gegenwärtigen Ortes Schule nachzudenken. Und die Frage zu stellen, wie sich dort Persönlichkeiten entwickeln können und nicht nur Hirne füllen lassen." LVZ, 30. September 2019

Premiere: 28. September 2019