THIS IS A JOURNEY INTO SOUND

Tour-Tagebuch von Station 17 [0 plus]

Foto: Simon Hegenberg

Ein Konzert der Band Station 17 aus Hamburg ist ein unverkennbares Erlebnis: Um eine riesengroße Menge an Instrumenten, Geräten und Kabeln wuseln neun Musiker, die mal zugänglich und hittig, mal experimentell und improvisiert ihre ganz eigene Mischung aus Elektro, Disco, Krach und Pop zum Besten geben. Dabei entsteht auf der Bühne eine Dynamik, bei der niemand mehr so recht weiß, wer begonnen hat zu spielen.

Im Rahmen von TURBO zeigen wir die bisher unveröffentlichte Dokumentation ihres Konzertes im UT Connewitz 2017.

Von und mit: Christian Fleck, Siyavash Gharibi, Marc Huntenburg, Nils Kempen, Philip Riedel, Hauke Röh, Ernesto Schnettler, Sebastian Stuber, Philipp Jah Wulf
Booking: Marcel Gein–Howdy, Partner Booking & Tapete Records

Besonderheiten:

  • Konzertlautstärke
  • Achtung: Hits Hits Hits!

Angebot der Barrierearmut: -

Dauer: 15 min

Station 17 ist eine Band aus Hamburg, die experimentelle Popmusik macht. Die Musikgruppe entstand 1989 aus einem Projekt einer Wohngruppe für Menschen mit Behinderung. Seit der Gründung hat Station 17 zwölf Tonträger veröffentlicht und in ganz Europa über 800 Konzerte gespielt. Die Band hat sowohl im Studio als auch bei Live-Konzerten mit zahlreichen anderen Musiker:innen wie Fettes Brot, Michael Rother oder Barbara Morgenstern zusammengearbeitet. 2019 erschien zum 30. Geburtstag von Station 17 die Kompilation Werkschau bei Bureau B., auf der die Band ihren unverkennbaren Mix zwischen Elektro, Disco, Noise und Pop darbietet.

 

WANN?

Donnerstag, 3. Juni, 17.30 Uhr | Via Vimeo

 

 

RANDEN SAFT HORROR

Theater HORA (Zürich, Schweiz) [14 plus]

»Langsamer Jungs, Beinschere, zustechen« – Drei Performer entleeren 100 Liter Randensaft (Randen sind auf Schweizerdeutsch Rote Bete) auf ihre Körper, Gesichter und weiße Hemden. Zu Horrorfilmmusik und Live-Handlungsanweisungen der Choreografin Tiziana Pagliaro beginnt eine rauschende Tanzperformance in Zeitlupe, die den Großteil üblicher »inklusiver« Tanzarbeiten alt aussehen lässt.

Im Rahmen von TURBO wird »RANDEN SAFT HORROR« als Live-Stream aus Zürich gesendet.

Performer: Noha Badir, Gianni Blumer, Matthias Grandjean | Choreografie: Tiziana Pagliaro | Lichtdesign: Roger Studer | Soundcollage: Remo Beuggert

Besonderheiten:

  • Es gibt flackerndes Stroboskop-Licht, dichten Nebel, Gänsehaut und manchmal sehr laute Musik.
  • Außerdem wird auf der Bühne Schweizerdeutsch gesprochen, aber nur sehr, sehr wenig. Auch wenn man die Sätze nicht versteht, kann man dem Stück folgen.

Angebot der Barrierearmut:

  • Audiodeskription

Dauer: 60 min | ohne Pause, anschließend Nachgespräch mit dem Produktionsteam

Premiere: 2016, Theater HORA Zürich

Das Projekt entstand im Rahmen des Langzeitprojekts Freie Republik HORA.

Tiziano Pagliaro ist seit 2007 als Schauspielerin und Regisseurin/ Choreografin festes Ensemblemitglied am Theater HORA Zürich und hat dort in zahlreichen Theaterproduktionen mitgespielt. Neben ihrer Arbeit am Theater HORA arbeitet Tiziana Pagliario immer wieder als Model oder spielt in Werbe-und Musikvideos mit. »RANDEN SAFT HORROR« ist ihr zweites Stück, das sie im Rahmen des Projekts Freie Republik Hora inszeniert hat. In der Spielzeit 2021/22 wird Tiziana Pagliaro an den Münchner Kammerspielen inszenieren.

 

WANN?

Donnerstag, 3. Juni, 18 Uhr | Via Zoom | Zum Kartenkauf

 

 

CHALLENGE ACCEPTED: ICH BIN

Die ultimative Theater-Herausforderung | Von und mit Jana Zöll | Teil 1: Ich bin | Theater der Jungen Welt (Leipzig, Deutschland) [16 plus]

Die Fragen ›Wer bin ich?‹ und ›Was macht mich aus?‹ sind zentral für die Ausbildung von Identität. Identität ist oft die Summe dessen, wie wir sind oder sein wollen und dem, wie wir gesehen werden und gesehen werden wollen. Zuschreibungen wie Geschlecht, Behinderung, Herkunft oder Sexualität sind hierbei oft Kategorien, auf die wir zurückgreifen, wenn wir andere Menschen oder uns selbst beschreiben wollen. Doch was bedeuten diese Zuschreibungen in Bezug auf Identität? Welche Perspektive ist letzten Endes entscheidend bei der Frage nach Identität – die Fremd- oder die Eigenperspektive?

In »ICH BIN« beschäftigt sich Jana Zöll performativ mit den Themen Körper, Identität und Selbst- und Fremdzuschreibungen. Immer vor der Fragestellung, inwiefern das Einordnen in Kategorien dem Wunsch nach einer offenen Gesellschaft eigentlich widerspricht.

Im Rahmen von TURBO findet »ICH BIN« wie gewohnt als digitales zoom-Format statt.

Von und mit: Jana Zöll | Dramaturgie: Anna Weyrosta | Regieassistenz: Stephanie Sonntag | Fotos: Steven Solbrig

Besonderheiten:

  • Sehr wackelige Kameraführung.
  • Provokantes Spiel mit Zuschreibungen.
  • Das Publikum soll für die Spielerin sichtbar bleiben.

Angebot der Barrierearmut: -

Dauer: ca. 50 min | ohne Pause, anschließend Nachgespräch mit dem Produktionsteam

Premiere: 2021, Theater der Jungen Welt

Die Performance ist in einer TakeCare Residenz von Flausen+ entstanden. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR.

Jana Zöll absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Akademie für darstellende Kunst in Ulm. Danach folgten Engagements an Stadttheatern und in der freien Szene. Neben ihrem Schauspielberuf ist Jana Zöll auch als Speakerin und Beraterin für Inklusion in Kunst und Kultur tätig. In der Spielzeit 2020/21 leitet Jana Zöll u.a. den inklusiven Kidsclub und arbeitet als Gastschauspielerin im Rahmen der Spielzeitreihe »Challenge Accepted« am Theater der Jungen Welt Leipzig.

 

WANN?

Donnerstag, 3. Juni, 20 Uhr | Via Zoom | Zum Kartenkauf

 

 

 

JETZT BESTIMME ICH!

Nach einem Bilderbuch von Juli Zeh und Dunja Schnabel | Meine Damen und Herren (MH&D) (Hamburg, Deutschland) [6 plus]

Eine Performance über das Ringen um Macht, Selbstbestimmung, Harmonie und Zusammenhalt.

Wer bestimmt hier eigentlich, was gemacht, was gegessen und wann aufgeräumt wird? Und wer darf überhaupt entscheiden – auf der Probe, im Leben, in der Familie und bei den Wiefels? Meistens bestimmen die Eltern, aber muss das so sein? »JETZT BESTIMME ICH!« stellt das in Frage und alltägliche Machtstrukturen auf den Kopf. Eine Geschichte über neue Wege der Entscheidungsfindung und die Suche nach Gerechtigkeit.

Im Rahmen von TURBO wird »JETZT BESTIMME ICH!« live aus dem Wohnzimmer der Familie Wiefels gesendet.

Performance: Melek Erenay, Jochen Klüßendorf, Melanie Lux, Tom Reinecke, Celina Scharff, Michael Schumacher | Parcours und Aufsichtsrat: Ensemble MD&H, Bugenhagenschule Alsterdorf und Ganztagsgrundschule Sternschanze | Regie: Charlotte Pfeifer, Martina Vermaaten | Dramaturgie: Marcel Bugiel | Musik: Pascal Fuhlbrügge | Bühne: Nadira Nasser | Lichtdesign & Technische Leitung: Marek Lamprecht | Kostüme: Katrin Rieber | Kostümassistenz: Frank Schönwald | Produktionsleitung: Lea Connert | Produktionsleitung MD&H: Lis Marie Diehl | Assistenz: Asha Athumani, Katharina Kindsvater, Stefanje Meyer, Kevin Tyler Schindler, Jan Sperling

Besonderheiten:

  • Es spielt eine menschengroße und sprechende Schildkröte mit.

Angebot der Barrierearmut: -

Dauer: ca. 70 min | ohne Pause, anschließend Nachgespräch mit dem Produktionsteam

Premiere: 2017, Kampnagel Hamburg

Eine Produktion von barner 16 in Kooperation mit Kampnagel gefördert von der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg und vom Fonds Soziokultur.

Martina Vermaaten ist seit 1983 theaterpädagogisch und künstlerisch tätig. In ihrer Arbeit geht es um die Beteiligung aller an künstlerischen Prozessen unter demokratischen Bedingungen. Seit 2003 arbeitet sie bei und mit Meine Damen und Herren Hamburg und ist dort in einem ständigen Prozess des Empowerments der Performer:innen. Ein Beispiel dafür ist die Arbeit an »JETZT BESTIMME ICH!« (2017). Weitere Stücke für junges Publikum: »Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor« (2013) und »Gans anders« (2015).

Charlotte Pfeifer interessiert sich für die Erweiterung der Bühnensituation im Zusammenspiel von Kunst, Musik, Hörspiel und Theaterperformance. Mit der interdisziplinären Theatergruppe Traummaschine Inc. produziert sie seit 2013 selbst entwickelte Stücke & Hörspiele, z.B. »Arbeiten gehen«, eine Zusammenarbeit mit Meine Damen und Herren (eingeladen zum norddeutschen Kindertheaterfestival Hart am Wind). »JETZT BESTIMME ICH!« wurde bei Augenblick Mal! und auf dem Hauptsache Frei-Festival gezeigt.

 

WANN?

Freitag, 4. Juni, 16 Uhr | Via Zoom | Zum Kartenkauf

Samstag, 5. Juni, 16 Uhr | Via Zoom | Zum Kartenkauf

 

 

 

EVERY BODY ELECTRIC

Doris Uhlich (Wien, Österreich) [12 plus]

Was passiert, wenn Maschinen – wie Rollstühle, Prothesen und Krücken – nicht als Einschränkungen, sondern als Erweiterungen des Körpers begriffen werden? Jeder Körper hat seine Möglichkeiten, sein Tempo, seine Art sich auszudrücken, seinen eigenen Tanzstil. Die Bewegungen selbst ermöglichen dem Körper sich aufzuladen, sie werden zu einer Art körpereigenem Treibstoff. »EVERY BODY ELECTRIC« ist eine schlichte, aber radikale Einladung tänzerische Dimensionen zu erforschen und diese sichtbar zu machen.

Im Rahmen von TURBO wird es einen Tanzworkshop inklusive Einführung mit Choreografin Doris Uhlich, den Performer*innen Adil Embaby, Thomas Richter, Vera Rosner-Nógel und dem DJ Boris Kopeinig geben.
Im Anschluss daran zeigen wir den Mitschnitt von »EVERY BODY ELECTRIC«.

Choreografie: Doris Uhlich | Performance: Adil Embaby, Thomas Richter, Vera Rosner-Nógel | Dramaturgie: Elisabeth Schack | DJ: Boris Kopeinig | Kostüm: Zarah Brandl | Feedback: Yoshie Maruoka, Theresa Rauter | Produktion: Margot Wehinger I International Distribution: Something Great

Besonderheiten:

  • Der Bass der Technomusik dröhnt meistens sehr laut im ganzen Körper.
  • Wir werden nackte Körper sehen, aber verpixelt.

Angebot der Barrierearmut:

  • Audiodeskription

Dauer: 30 min Tanzworkshop inkl. Einführung & 50 min Mitschnitt | ohne Pause, anschließend Nachgespräch mit dem Produktionsteam

Premiere: 2018, Wien,

Koproduktion mit Tanzquartier Wien, Schauspiel Leipzig und insert Theaterverein. Gefördert durch die Kulturabteilung der Stadt Wien und das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport

Doris Uhlich ist eine österreichische Choreografin und entwickelt seit 2006 eigene Projekte. In ihren Arbeiten setzt sie sich mit Schönheitsidealen und Körpernormen auseinander. Hierbei beschäftigt sie die Frage, welche Körper von uns eigentlich als „schön“ oder als „normal“ bezeichnet werden. Doris Uhlich arbeitet mit Menschen mit unterschiedlichen Biografien und Körpern zusammen und öffnet die Tanzbühne auch für nicht-professionelle Tänzer:innen. Ihre Stücke wurden nicht nur bereits an zahlreichen Theatern in verschiedenen Städten gezeigt, sondern gewannen auch Preise.

 

WANN?

Samstag, 5. Juni, 19.30 Uhr | Via Zoom und Vimeo | Zum Kartenkauf

 

 

 

TDJW-TURBO-TAG

Der TDJW-TURBO-Tag lädt ein, zwei der inklusiven TDJW-Theaterclubs kennenzulernen und selbst aktiv zu werden.

Illustration: Simone Fass

Der inklusive, generationenübergreifende Club Melo öffnet seine Türen zu einer offenen, digitalen Probe. Die Spieler:innen stellen sich in dieser Spielzeit die Fragen: Was verbindest du mit Chaos? Liebe? Hass? Die Gruppe lädt ein, sie beim Denken, Philosophieren und Spielen zu erleben und zudem alle gemeinsam ins improvisierte Spiel zu kommen. Übersetzt wird die offene Probe in Gebärdensprache. Willkommen sind alle Menschen ab 12 Jahren. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Für jüngere Menschen ab 6 Jahren und deren Familien gibt es ebenfalls eine Möglichkeit kreativ zu werden: Die Leiter:innen des inklusiven Kidsclubs, Jana Zöll und Paul Lederer, laden zum gemeinsamen wirbeln und Geschichten erzählen ein: Was fällt dir zu TURBO ein? Wie sieht TURBO aus, wie klingt es? In diesem digitalen Workshop sind eure Ideen gefragt, mitmachen inklusive. Und wer weiß, vielleicht möchtest du in der nächsten Spielzeit Teil des Club Melo oder des Kidsclubs werden?

Informationen zur Anmeldungen folgen in Kürze hier.

Ansprechpartnerin: Catharina Guth (Theatervermittlung Junge Wildnis am Theater der Jungen Welt) C.Guth(at)tdjw.de

 

WANN?

Kidsclub: Sonntag, 6. Juni, 11 Uhr | Via Zoom

Club Melo: Sonntag, 6. Juni, 14.30 Uhr | Via Zoom

 

 

 

WIE DAS EICHHÖRNCHEN ZU SEINEN FLÜGELN KAM

Von Friederike Jaglitz | Uraufführung | Zusammenarbeit von Meine Damen und Herren (Hamburg, Deutschland) & Theater der Jungen Welt (Leipzig, Deutschland) [4 plus]

Im Wald zerreißt sich die hochnäsige Amsel den Schnabel über das Eichhörnchen. Das träumt seit Monaten denselben Hörnchentraum – den vom Fliegen. Die Amsel findet, das sei lächerlich wie sonst nix und: das Fliegen sei aus gutem Grunde den Vögeln vorbehalten, denn die hätten ja nun einmal Flügel. Doch diese plumpe Tatsache kann das Eichhörnchen nicht von seinem unbändigen Wunsch abbringen.

Im Rahmen von TURBO wird »WIE DAS EICHHÖRNCHEN ZU SEINEN FLÜGELN KAM« als digitale, szenische Lesung für Familien gezeigt, die in Zusammenarbeit mit Friederike Jaglitz, Meine Damen und Herren und dem Theater der Jungen Welt für das Festival entstand.

Mit: Friederike Jaglitz, Clara Fritsche und Luise Audersch

Besonderheiten:

  • Träume werden wahr

Angebot der Barrierearmut:

  • Gebärdendolmetschung

Dauer: 40 min | ohne Pause, anschließend Nachgespräch mit dem Produktionsteam

Friederike Jaglitz ist seit 2008 Mitglied des Ensembles Meine Damen und Herren Hamburg (MD&H). Nach zahlreichen Produktionen mit MD&H, die u.a. bei Kampnagel Hamburg sowie auf überregionalen Bühnen und Festivals gezeigt wurden, ist sie seit einigen Jahren auch in externen Theater- und Filmproduktionen tätig, wie u.a. in »Die sexuellen Neurosen unserer Eltern« (Regie: Alexander Riemenschneider, Junges Schauspielhaus Hamburg). »WIE DAS EICHHÖRNCHEN ZU SEINEN FLÜGELN KAM« ist ihr Autorinnen-Debüt.

 

WANN?

Sonntag, 6. Juni, 16 Uhr | Via Zoom | Zum Kartenkauf