Momo 1h 45 Min8 plus

Von Michael Ende | Für die Bühne bearbeitet von Vita Huber

Kurzinfo: Zeitdiebe gehen um und bedrohen die menschliche Existenz. Ein außergewöhnliches und mutiges Mädchen nimmt sich die Zeit, zuzuhören und die Welt zu retten – Momo!

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Irgendwo im Nie und Nirgends, an einem Phantasieort taucht das kleine Mädchen Momo auf. Einhundert Jahre ist sie alt, wie sie selbst sagt, und ihre große Gabe ist das Zuhören. Die lebensfrohe Atmosphäre der Stadt wird gestört, als eine gespenstische Gesellschaft »grauer Herren« versucht, alle Menschen dazu zu bringen, Zeit zu sparen. In Wirklichkeit aber stehlen die grauen Herren die gesparte Zeit und halten sich selbst durch die Zeit der anderen am Leben. Denn Zeit ist Leben und sie wohnt im Herzen. Je mehr die Menschen daran sparen, desto ärmer, hastiger und kälter wird ihr Dasein.

Kurz bevor die Welt endgültig den »grauen Herren« zu gehören scheint, entschließt sich Meister Horas, der Verwalter aller menschlichen Lebenszeit, einzugreifen. Doch dazu braucht er die Hilfe eines Menschenkindes – Momo.

Vor 41 Jahren erschien Michael Endes Buch »Momo«, eine Geschichte über den Verlust der Lebenszeit, des gegenseitigen Zuhörens und sozialen Miteinanders. Über die reine Zeit-Parabel hinaus beleuchtete Ende schon damals wichtige zwischenmenschliche und wirtschaftliche Kernfragen, die angesichts der Ursachen und Auswirkungen der heutigen Wachstumsgesellschaft zutreffender sind denn je.

Presse: »Ein buntes Gewusel aus Alltäglichkeiten und Streitereien fegt im Theater der Jungen Welt über die Bühne, das jedem bekannt vorkommen dürfte, und: Das Stück weckt Sehnsucht nach analogen Zeiten (…).« Kreuzer, Dezember 2015

Presse: »Milena Paulovics erzählt die Geschichte so figurativ wie ein Kindermärchen sein muss. Schnell ist klar, wer Gut und wer Böse ist. Das Publikum taucht schnell in Endes Romanwelt ein. (…) Neben einer starken Ensemble-Leistung ist es Paulovics‘ Einfallsreichtum, mittels dessen in dieser Inszenierung mit verhältnismäßig kleinen Mitteln Großes erreicht wird.« Leipziger Internetzeitung, 23. September 2015


Premiere: 20. September 2015