Wo sind die inklusiven Stücke für junges Publikum?!

Werkstatt zum Thema disability in the arts im Tanz und Theater für junges Publikum

– 04. und 05. Juni 2021, jeweils 10 – 14Uhr

TURBO lädt neben dem Festivalprogramm Künstler:innen mit und ohne Behinderung sowie inklusiv arbeitende Kulturinstitutionen der darstellenden Kunst ein zur digitalen TURBO-Werkstatt. An zwei Werkstatttagen schaffen wir einen gemeinsamen Denkraum und den Platz für gegenseitigen Austausch, Visionen und Vernetzung.

Mit der Frage »Wo sind die inklusiven Stücke für junges Publikum?!« wird der inhaltliche Fokus auf die aktuelle Situation und die Chancen inklusiver Kunst im Tanz und Theater für junges Publikum gerichtet. Die TURBO-Werkstatt bieten neben fünf Arbeitsdialogen, die sich mit spezifischen Fragestellungen zum Produzieren von inklusiven Tanz- und Theaterprojekten für junges Publikum beschäftigen, eine virtuelle Austauschplattform und eine abschließende Podiumsdiskussion. Zielgruppe der TURBO-Werkstatt sind freischaffende Tanz- und Theatermacher:innen und Kulturinstitutionen für junges Publikum.

Anmeldung (bitte mit Angabe der Arbeitsdialognummer) unter:

turbo-festival(at)tdjw.de

Ansprechpartnerinnen:

 

Zeitplan und Programm

4. Juni

10 UhrBegrüßung (via Zoom)
10.30 - 11.45 Uhrparallel stattfinde ARBEITSDIALOGE (via Zoom) - bei der Anmeldung bitte die entsprechende Zahl angeben:

1 Autor:innen & Dramaturgie - mit Friederike Jaglitz & Ketty Ghnassia

2 Kulturjournalismus & Öffentlichkeitsarbeit - mit Judyta Smykowski & Elena Philipp

3 Spielclubs & Vermittlung - mit Jana Zöll & Philipp Boos

12 - 12.30 UhrMittagspause
12.30 - 14 UhrZusammenkommen, Austausch und Reflexion des Tages (via gather.town)

5. Juni

10 UhrBegrüßung (via Zoom)
10.30 - 11.45 Uhrparallel stattfinde ARBEITSDIALOGE (via Zoom) - bei der Anmeldung bitte die entsprechende Zahl angeben:

4 Ensemble & Kollektiv - mit Pia Katharina Jendreizik & Lis Marie Diehl

5 Stückentwicklung & Regie - mit Manuel Gerst & Alexander Riemenschneider
12 - 12.30 UhrMittagspause
12.30 - 14 UhrPodiumsdiskussion »Wo sind die inklusiven Stücke für junges Publikum?« (via Zoom)     
mit: Leonie Graf, Rebecca Hohmann, Pia Katharina Jendreizik, Winnie Karnofka, Alexander Riemenschneider, Jana Zöll
Moderation: Jutta Schubert und Nina Stoffers (EUCREA)

 

In den ARBEITSDIALOGEN treffen sich jeweils zwei Künstler:innen mit spezifischen Expertisen zu einem Thema rund ums Produzieren von inklusiven Stücken für junges Publikum. Es ist ein offenes Gesprächsformat, in dem sich beide im Austausch über ihre Arbeit kennenlernen und sich zum jeweiligen Thema befragen. Alle Teilnehmer:innen sind herzlich eingeladen dem Gespräch für 45 Min. zu folgen und sich für anschließende 30 Min. durch Fragen, Gedanken etc. an diesem zu beteiligen.

Alle Arbeitsdialoge und die Podiumsdiskussion werden in Übersetzung in Deutscher Gebärdensprache angeboten, aber leider nicht in Leichter Sprache.

Die Teilnahme an der TURBO-Werkstatt ist kostenlos. Um Anmeldung unter turbo-festival(at)tdjw.de wird gebeten.

Die TURBO-WERKSTATT entstand durch die Förderung der ASSITEJ und in Zusammenarbeit mit EUCREA Verband Kunst und Behinderung e.V.

 

Kurzbiografien

1 Autor:innen & Dramaturgie: Friederike Jaglitz & Ketty Ghnassia

  • FRIEDERIKE JAGLITZ
    ist seit 2008 Mitglied des Ensembles Meine Damen und Herren Hamburg. Nach zahlreichen Produktionen mit MD&H, die u.a. bei Kampnagel Hamburg sowie auf überregionalen Bühnen und Festivals gezeigt wurden, ist sie seit einigen Jahren auch in externen Theater- und Filmproduktionen tätig, wie u.a. in Die sexuellen Neurosen unserer Eltern (Regie: Alexander Riemenschneider, Junges Schauspielhaus Hamburg). »WIE DAS EICHHÖRNCHEN ZU SEINEN FLÜGELN KAM« ist ihr Autorinnen-Debüt, das in Zusammenarbeit mit dem TDJW erstmalig auf dem TURBO-Festival zur Aufführung kommen wird. .
  • KETTY GHNASSIA
    (1975, Fr.) ist Künstlerin und Dramaturgin. Spätestens nach ihrem Studium in Cultural and Media Studies an der Zürcher Hochschule der Künste ist das Spiel mit Identitäten Kernthema ihrer künstlerischen Arbeit. Ihre Performance Elle a élevé la voix au-dessus de la mêlée (Gessnerallee, 2020) knüpft dort an und stellt Inklusion und deren politisches Versprechen neu zur Debatte. Seit 2016 kreiert Ghnassia in wechselnden Kollaborationen Stücke, die versuchen Sprachen in eine sinnliche Erfahrung zu übersetzen. Dabei sucht sie mittels ihres radikalen und minimalistischen Ansatzes nach weniger destruktiven Kommunikationsformen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Lebewesen. 

 

2 Kulturjournalismus & Öffentlichkeitsarbeit: Judyta Smykowski & Elena Philipp

  • JUDYTA SMYKOWSKI
    leitet die Redaktion vom Online-Magazin und Podcast »Die Neue Norm« und berät im Rahmen ihrer Arbeit bei Leidmedien.de Journalist:innen und Filmschaffende zur klischeefreien Sprache und Erzählweisen zu behinderten Menschen.
  • ELENA PHILIPP
    ist Redakteurin des Online-Theaterfeuilletons nachtkritik.deund des Magazins tanzraumberlin. Als freie Kulturjournalistin schreibt sie u. a. für die Berliner Zeitung und die Fachzeitschrift tanz. Zusammen mit Susanne Burkhardt ist sie seit 2018 Host von Der Theaterpodcast bei Deutschlandfunk Kultur.

 

3 Spielclubs & Vermittlung: Jana Zöll & Philipp Boos

  • JANA ZÖLL
    absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Akademie für darstellende Kunst in Ulm. Danach folgten Engagements an Stadttheatern und in der freien Szene. Neben ihrem Schauspielberuf ist Jana Zöll auch als Speakerin und Beraterin für Inklusion in Kunst und Kultur tätig. In der Spielzeit 20/21 leitet Jana Zöll u.a. den inklusiven Kidsclub und arbeitet als Gastschauspielerin im Rahmen der Spielzeitreihe »CHALLENGE ACCEPTED« am Theater der Jungen Welt Leipzig.
  • PHILIPP BOOS
    studierte von 2011 bis 2017 Theaterpädagogik an der Zürcher Hochschule der Künste im Bachelor und Master. Anschließend war er zwei Spielzeiten als Theaterpädagoge am Schauspiel Frankfurt angestellt und ist seit September 2019 als Theaterpädagoge an der Schauburg in München tätig. Er entwickelt Projekte, Workshops und verschiedene Formate mit Kindern und Jugendlichen und stellt sich die Frage, wie es gelingen kann, diverse und inklusive Gruppen im Theater zu versammeln.

 

4 Ensemble & Kollektiv: Pia Katharina Jendreizik & Lis Marie Diehl

  • PIA KATHARINA JENDREIZIK
    ist taube Gebärdenpoetin, Schauspielerin und Gebärdensprachdozentin. Erste Theatererfahrungen sammelte sie bei der Theatergruppe deaf5 (pur pur Kultur e.V.). 2013 gewann sie den Deaf Slam BÄÄM! in Dortmund. Aus der kontinuierlichen künstlerischen Zusammenarbeit mit Wera Mahne seit 2015 entstanden mehrere Theaterarbeiten auf Laut- und Gebärdensprache (eingeladen zu Festivals wie westwind, Sex@thecity Darmstadt sowie »MÄDCHEN WIE DIE« am Schauspiel Hannover zum Augenblick Mal! 2019). Sie gründeten außerdem das Performancekollektiv Leute wie die. Die neueste Produktion »ICH BIN PINGUIN« ist für hörende und taube Menschen ab 4 Jahren.
  • LIS MARIE DIEHL
    ist seit 2013 im Bereich Projektentwicklung und Produktion bei barner 16 in Hamburg, u.a. beim Ensemble Meine Damen und Herren tätig. Daneben ist sie Mitglied der Musiktheater-Gruppe i can be your translator aus Dortmund. Kollektive Arbeitsweisen in vielfältigen Gruppen bilden dabei einen wichtigen Schwerpunkt. Außerdem ist sie frei in weiteren Kunstprojekten und kulturpolitisch aktiv, z. B. als Vorstandsmitglied des Verbandes EUCREA.

 

5 Stückentwicklung & Regie: Manuel Gerst & Alexander Riemenschneider

  • MANUEL GERST
    studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen bei Heiner Goebbels und Bühnen- und Kostümbild in München bei Katrin Brack. Er ist Gründungsmitglied der Performancegruppe Monster Truck, die seit 2005 an der Schnittstelle zwischen Theater und Bildende Kunst Projekte in der internationalen Freien Szene und am Stadttheater realisiert. Daneben Arbeiten als Bühnen- und Kostümbildner. 2019 wurde er mit dem Hein Heckroth Förderpreis für Bühnenbild ausgezeichnet. www.monstertrucker.de
  • ALEXANDER RIEMENSCHNEIDER
    studierte Germanistik, Musik- und Medienwissenschaften in Bonn und schloss 2009 sein Regiestudium an der Theaterakademie Hamburg ab. Seitdem inszeniert er, neben Regiearbeiten für die Theater u.a. in Bonn, Bochum und Prag, regelmäßig am Deutschen Theater Berlin, am Jungen Schauspielhaus Hamburg und am Theater Bremen. Ab der Spielzeit 21/22 übernimmt er zusammen mit Christina Schulz die Intendanz des Theaters an der Parkaue in Berlin.