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DAS THEATER DER JUNGEN WELT

Die Spielzeit 2012/13 steht unter dem Thema „alles wächst!?“ und widmet sich dem unter Klein und Groß grassierenden Thema Wachsen bzw. Wachstum. Mit verschiedenen Kooperationen, Projekten und Inszenierungen wird eine Grundkonstante (menschlichen) Lebens ausgeleuchtet.

Im neuen Spielzeitheft ist es schon zu erkennen: Das TdJW kooperiert in dieser Saison mit dem Botanischen Garten der Universität Leipzig. Dieser wird im kommenden Jahr Ort des Sommertheaters sein. Und das nicht von ungefähr, zählt er doch zu den ältesten seiner Art in Europa und hat schon so manche Wachstumsphase gesehen. Mit einem theatralen Spaziergang machen sich die Besucher des TdJW auf die Suche nach den vielfältigen Geschichten, die sich zwischen arktischer Vegetation und Mangrovenhaus verbergen.

Mit den Premieren werden weitere Aspekte des Themas aufgedeckt: Von einer wachsenden (Lebens-)Gemeinschaft handelt "Rapunzel geht los!" (Premiere: 17.11.12). In "Die Geschichte vom Onkelchen" (P: 25.11.12) wächst die Einsamkeit, bevor mit den neuen Gefährten des kleinen Onkels ganz andere Probleme auf den Plan treten. Eine wachsende Tradition ist inzwischen das Familienprogramm des TdJW zum Bachfest (22.6.13) - 2013 mit den Nibelungen und Musik von Richard Wagner - live gespielt. Unterschiedliche Vorstellungen von Wachstum geraten in "Das Geheimnis des Alten Waldes" (P: 4.3.2013) aneinander, in dem der Oberst Proccolo den über lange Zeit gewachsenen Alten Wald für das schnelle Wachstum seiner Einnahmen abholzen lassen will - doch schon schmiedet sein Neffe Benvenuto im Geheimen einen Rettungsplan. Eine schwierige Wachstumsphase erlebt der junge Held in "Human Being Parzival" (P: 29.9.12), dessen Mutter ihn kleiner halten will, als er ist, und der sich selbst schon als großen Ritter sieht, obwohl ihm dazu ein ganzes Stück Lebenserfahrung fehlt. Die abgründige Seite des Wachstums zeigt sich in "Kasimir und Karoline" (P: 7.3.13): Im Sog der Weltwirtschaftskrise kommt den Protagonisten die Menschlichkeit abhanden und die Liebesbeziehung von Karoline und Kasimir zerbricht unter den (vermeintlichen) Zwängen des Geldes.

Zum (wachsenden) Repertoire gehören in der Spielzeit 2012/13 Dauerbrenner wie "Peter und der Wolf"; Stücke, die das Wachstum der Phantasie anregen wie "Geschichten vom kleinen König", "Primel, der Hase mit der Zahnlücke" und "Die Brüder Löwenherz"; Geschichten, die von Ab- und Umwegen des Erwachsenwerdens erzählen wie "Wagen 1322" und "Aus der Traum!"; und - last but not least - widmet sich das TdJW den Rändern und Ausgeschlossenen unserer wachstumsversessenen (Wirtschafts)Welt mit Inszenierungen wie "Kiwi" und "Tod eines Handlungsreisenden".

Das Theater der Jungen Welt wurde am 7. November 1946 gegründet, und war damit das erste professionelle Kinder-. und Jugendtheater im deutschsprachigen Raum. Heute richtet es sich mit seinem vielfältigen Programm und den verschiedenen theaterpädagogischen Angeboten an junge und ältere Theaterbesucher gleichermaßen, spielt Stücke für Kinder und Jugendliche und – in seinem Abendspielplan – für ein erwachsenes bzw. studentisches Publikum.

Das Theater der Jungen Welt hat seine Spielstätten im Theaterhaus am Lindenauer Markt und ist mit den Straßenbahnlinien 7, 8 und 15 leicht erreichbar (vom Hauptbahnhof in 12 min). Die Vorverkaufskasse erreichen Sie direkt von der Straße aus im Eckladen wenige Meter rechts vom Eingang.

Die Grafik