Dolores (Schmerz)

Ein Borderline-Tanzprojekt von Hong Nguyen Thai | Uraufführung
15 plus & Abend | 50min

Dolores‘ Kopf platzt vor Gefühlen. Dolores‘ Haut dehnt sich vor Leere. Dolores‘ Puls explodiert auf der Suche nach dem nächsten Kick. Himmelhochjauchzend. Zu Tode betrübt. Ein Zustand, der für drei Prozent der Bevölkerung, die an der Borderline-Erkrankung leiden tägliche Gewohnheit ist. Bei der Borderline-Störung handelt es sich um eine Persönlichkeitsstörung, die durch Impulsivität und Instabilität in Emotionen, Stimmungen, in der Identität und in zwischenmenschlichen Beziehungen gekennzeichnet ist. Die ersten Anzeichen treten meist schon im Jugendalter auf und oft genug endet die Erkrankung in Selbstverletzungen und im Selbstmordversuch.

»Dolores (Schmerz)« ist das erste Projekt, in dem Hong Nguyen Thai, der vielen Zuschauern als Tänzer aus Stücken wie »Crystal – Variationen über Rausch« und »Gesamtgewicht« bekannt ist, die Regie übernimmt. Mit »Dolores (Schmerz)« entwickelt er eine Produktion, die sich auf der Grenze zwischen Schauspiel, Tanz und Akrobatik bewegt, um die Energie, die Angst, die Leere, den Sturm in Kopf und Körper von Borderline-Erkrankten auf dem Theater nachvollziehbar zu machen.

Presse: »Obwohl ›Dolores (Schmerz)‹ kein Stück ist, das im klassischen Sinne unterhält, ist es von so großer Bedeutung und Kraft, dass man den Besuch jedem Menschen ans Herz legen möchte. Thai leistet auf eine besondere Art und Weise Aufklärungsarbeit über das Leben als Borderline-Erkrankter. Ohne Schnickschnack, sondern authentisch und tiefgründig, zeigt er die Gefühlswelt eines erkrankten Menschen.« L-IZ, 27. April 2018

Presse: »Man findet nicht den roten Faden einer Story in diesem Tanzstück, vermisst ihn aber auch keine Sekunde. Hong Nguyen Thai hat sich in seiner ersten Regie-Arbeit für einen anderen Weg entschieden, und der funktioniert. Ein kompakter, rund 50minütiger Bilderreigen zeichnet tastend die Facetten der Krankheit nach, übersetzt sie künstlerisch in Bilder aus Bewegung und Musik. (…) Thais Inszenierung sucht den Zugang nicht mit Worten, sondern mit Tanz, nicht über die Verstandesebene, sondern intuitiv. Und das gelingt überzeugend.« LVZ, 14./15. April 2018

Premiere: 12. April 2018

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