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Mitwirkende

Regie: Jürgen Zielinski
Ausstattung: Steffen Wieser, Jürgen Zielinski, Carsten Schmidt
Kostüme: Doreen Winkler
Dramaturgie: Jörn Kalbitz
Video: Falk Johnke
Besetzung: Sonia Abril Romero, Laura Hempel, Martin Klemm, Philipp Oehme, Sven Reese

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Juller

Nach der Biografie des deutsch-jüdischen Fußball-Nationalspielers Julius Hirsch | Von Jörg Menke-Peitzmeyer | Auftragswerk des Theaters der Jungen Welt | Uraufführung
15 plus | 1h 35min

Dieser Linksaußen spielt jetzt immer.

Jeder kennt sie. Sie sind allseits berühmt, wirtschaftlich abgesichert und gesellschaftlich unabhängig – Fußballstars heute. Vor einhundert Jahren dagegen war der Fußball noch eine Randsportart. Eine erfolgreiche Karriere reichte da längst nicht aus, um für den Rest seines Lebens ausgesorgt zu haben. Aber Berühmtheiten waren erfolgreiche Fußballer auch zu dieser Zeit schon.

Einer der Helden der frühen Fußballjahre in Deutschland war der Karlsruher Vollblutstürmer Julius Hirsch, genannt »Juller«. Populär für seine gebückte Laufhaltung und gefürchtet für seine beidfüßige Schussstärke wurde er zweimal Deutscher Meister, war mehrfacher Nationalspieler und nahm 1912 an den Olympischen Spielen teil. Seine großen sportlichen Erfolge konnten dennoch nicht verhindern, dass auch er unter der nationalsozialistischen Herrschaft wegen seiner jüdischen Herkunft aus dem gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt, verfolgt und ermordet wurde.

Die Geschichte von Julius Hirsch gleicht der aller Menschen, die Opfer von Diskriminierung und Gewalt werden. Sie ist eine Brücke vom Vergangenen in die Gegenwart und in die Zukunft – aus Geschichte lassen sich Schlüsse ziehen, wenn ein ehemaliges Idol im Heute wiedererscheint. Die Idee zum Theaterstück »Juller« am Theater der Jungen Welt geht direkt auf eine Anregung des Deutschen Fußball-Bundes zurück. Seit 2005 würdigt der DFB mit dem »Julius Hirsch Preis« gesellschaftliches Engagement für Freiheit, Toleranz und Menschlichkeit.

Unter der Schirmherrschaft von Claudia Roth, MdB, Vizepräsidentin des 18. Deutschen Bundestages

Gefördert von der DFB-Kulturstiftung und der Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft«

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