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Mitwirkende

Regie: Ines Müller-Braunschweig
Bühnenbild: Carsten Schmidt
Kostüme: Jennifer Knothe
Dramaturgie: Winnie Karnofka
Besetzung: Nora-Lee Sanwald, Benjamin Vinnen

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Rinnzekete

Ein lautpoetisches Stück für Kinder nach Kurt Schwitters »Sonate in Urlauten« | Uraufführung
4 plus | 45min

»Rinnzekete bee bee nuz krr müüüü«. Bizarre und irgendwie doch vertraute Laute schallen über den Strand einer Insel. Ein Vogelschwarm? Kein Vogel weit und breit. Doch einer, ein Star. Der hält aber ausnahmsweise den Schnabel angesichts des merkwürdigen Mannes, aus dem es da schon seit einer Weile so seltsam zischt, zirpt, gurrt, trillert, knarrt und saust. Regelmäßig durchbricht sein lautes »Rinnzekete bee bee« das Tosen der Brandung. Die Neugier des Vogels ist geweckt. Was passiert, wenn ich ihm antworte? Einen Versuch ist es wert. Er öffnet den Schnabel und krächzt: »Rinnzekete bee bee ...«

Die »Ursonate« zählt neben dem Gedicht »Für Anna Blume« zum berühmtesten Werk Kurt Schwitters, dem Erfinder der Kunstrichtung MERZ. Von 1923 bis 1932 entstand die dadaistische Sprechoper, die nur aus Silben, Lauten und einzelnen Buchstaben besteht. Teile der »Ursonate« erarbeitete Schwitters auch auf der norwegischen Insel Hjertøya, einsam vor sich her rezitierend am Strand. Vermeintlich einsam. Die Legende sagt und Tonaufnahmen scheinen es zu beweisen, dass die Stare dort auch heute noch Ausschnitte der Ursonate zwitschern.

Inspiriert von Schwitters »Ursonate« und der Legende um die Stare von Hjertøya spielt die Inszenierung »Rinnzekete« damit, wie wir kommunizieren, ohne den Umweg über die Bedeutung von Sprache zu gehen. Was passiert mit Buchstaben, wenn sie keine Bedeutung mehr haben? Gibt es Poesie ohne Worte? Wann ist ein Wort überhaupt ein Wort? Wie erzählt man eine Geschichte nur mit Lauten? Und kann man nicht eigentlich jeden verstehen, wenn man sich nur auf den anderen einlässt?

Presse: »Vor allem Schwitters Ur-Sonatenteil ›rakete rinnzekete‹ ist hier der Impulsgeber, das lautmalende Sprach-Locken ins Papprollenabenteuer und szenische Fabulieren. (…) Allein, wie die Kids im Publikum ihrerseits mit Ah und Oh, mit Aha und Haha reagieren, spricht fraglos für das Bühnengeschehen. (…) ›Rinnzekete‹ fängt Schwitters Sprach-Verspieltheit szenisch gekonnt ein und lässt die Abstraktion der Onomatopoesie konkret werden in Bildern und Assoziationen, die Braune und Vinnen mit Leichte und Natürlichkeit aufbereiten. (…) Was man in ›Rinnzekete‹ somit lernen kann: dass Sinnfreiheit nicht sinnlos ist.« LVZ, 30. März 2016

Premiere: 27. Mai 2016

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